Leuchtpilze
Wer sich nachts in den Wald traut, dem kann es passieren, dass er Stellen am
Waldboden begegnet, die in einem grünlichen Licht leuchten Es sind dies vom
Myzel des Hallimasch durchwachsene Holzstücke. Das Leuchten ist teilweise so
hell, daß es früher von nordischen Völkern zur Wegmarkierung im Wald benutzt
wurde.
In den Tropen ist dieses Phänomen wesentlich weiter
verbreitet. Dort leuchtet nicht nur das Substrat auf dem die Pilze wachsen,
sondern auch diese selbst (u.a. bei einigen Helmlingen (z.B. Mycena chlorophos)
und beim Leuchtenden Ölbaumpilz in teilweise hoher Intensität. In Indonesien
haben junge Mädchen in früheren Zeiten sich solche Pilze in die Haare
gesteckt, um des Nachts attraktiver zu erscheinen. Das Leuchten entsteht auf ähnliche
Weise wie in Glühwürmchen und dient möglicherweise der Anlockung von Insekten
zur Sporenverbreitung.
Quelle:
Uni Karlsruhe